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Wann soll mit einer Regulierung begonnen werden? - Vorbeugen ist die beste Therapie

Die erste Kontrolle bei einem Kieferorthopäden sollte zwischen dem 4. und 5. Lebensjahr erfolgen. In diesem Alter überprüft der Kieferorthopäde, ob die oberen Zähne die unteren Zähne sowohl im Frontzahn- aber auch im Seitenzahnbereich dachziegelartig überlappen. Wenn das nicht der Fall ist, liegt ein sogenannter seitlicher Kreuzbiss oder frontal verkehrter Überbiss vor, der bereits in diesem Alter behandelt werden sollte, da bei einer Nichtbehandlung eine Gesichtsasymmetrie entsteht.

Der frontal verkehrte Überbiss, sehr oft in Kombination mit dem Kreuzbiss, ist zumeist ein Symptom der Progenie. Dabei handelt es sich um eine familiär gehäuft auftretende Wachstumsstörung, bei welcher der Unterkiefer im Vergleich zu viel wächst und somit vor dem Oberkiefer liegt. Nur bei rechtzeitiger konsequenter Behandlung kann eine spätere Operation (nach abgeschlossenem Wachstum) vermieden werden.

Die zweite Kontrolle sollte im Alter von 8 - 9 Jahren durchgeführt werden. In diesem Alter werden normalerweise die ersten Röntgenbilder gemacht. Somit kann überprüft werden, ob alle Zähne angelegt sind oder eine Durchbruchsstörung vorliegt. Weiters wird in diesem Alter überprüft, ob die unteren Schneidezähne den oberen anliegen. Wenn ein Abstand von mehr als 4 mm besteht, liegt ein "Vorbiss des Oberkiefers" oder häufiger ein "Rückbiss des Unterkiefers" vor. Mit der Behandlung sollte je nach Schweregrad zwischen dem 8. und 10. Lebensjahr begonnen werden.

Die weit verbreitete Meinung, man soll mit einer Zahnregulierung erst nach dem Durchbruch der bleibenden Zähne beginnen (also ca. mit 12 - 14 Jahren) ist falsch. Erstens ist in diesem Alter die Mitarbeit der Kinder meist nicht mehr gegeben, aber viel wichtiger ist, dass es sich bei diesem Fehlbiss um eine Wachstumsstörung handelt, d.h. das Wachstum des Unterkiefers soll durch die Behandlung gefördert und damit die Diskrepanz zwischen Ober- und Unterkiefer ausgeglichen werden. Im Alter von 12 bis 14 Jahren ist aber meist nur mehr ein Restwachstum vorhanden, sodass sehr oft 2 Zähne im Oberkiefer gezogen werden müssen, um die Diskrepanz auszugleichen. Außerdem besteht bei diesem Fehlbiss sehr oft ein Engstand (Platzmangel) in beiden Kiefern, und auch der Engstand sollte vor dem Durchbruch der bleibenden Zähne beseitigt werden, um das Ziehen von Zähnen zu vermeiden.

Im Allgemeinen ist immer besser, den Kieferorthopäden zu früh als zu spät aufzusuchen, denn Vorbeugen ist besser als die beste Therapie.

Soll man mit einer Zahnregulierung warten bis alle bleibenden Zähne durchgebrochen sind?

Sehr oft erzählen mir Patienten in meiner Praxis, dass Ihnen gesagt wurde, sie sollten mit einer Regulierung warten bis bei den Kindern alle bleibenden Zähne durchgebrochen sind. Diese Meinung ist in den allermeisten Fällen falsch.

Die Beurteilung, wann die definitive Behandlung beginnt, setzt eine genaue kieferorthopädische Diagnose voraus: Diese beinhaltet eine Modellvermessung von OK und UK, um beurteilen zu können, ob die bleibenden Zähne genug Platz haben werden. Weiters wird eine Fernröntgenanalyse durchgeführt, um beurteilen zu können, ob die Lage von Oberkiefer und Unterkiefer zueinander korrekt ist oder ob eine Wachstumsstörung vorliegt.

Vereinfacht kann gesagt werden, dass die Kiefer dann korrekt stehen, wenn die oberen Schneidezähne die unteren dachziegelartig überlappen. Stehen die unteren Schneidezähne weit hinter den Oberen, liegt meist eine Rücklage des Unterkiefers vor, stehen die unteren Schneidezähne vor den Oberen liegt meist eine Vorlage des Unterkiefers vor. Da es sich um Wachstumsstörungen handelt, soll sofort mit der Behandlung begonnen werden.

Schließlich wird auch ein Panoramaröntgen angefertigt, um beurteilen zu können, ob alle Zähne angelegt sind, oder ob Zähne verlagert sind. Wenn das der Fall ist, soll mit der Behandlung ebenfalls sofort begonnen werden.

Die Folgen bei einem verspäteten Behandlungsbeginn erst nach dem Durchbruch der bleibenden Zähne sind dramatisch, denn sehr oft müssen auf Grund des Engstandes bleibende Zähne gezogen werden oder es muss bei gravierenden Wachstumsstörungen sogar eine kieferorthopädische Operation durchgeführt werden. Folgen, die bei einem rechzeitigen Behandlungsbeginn vermieden hätten werden können. Außerdem wollen Kinder mit 14, 15 Jahren - also mitten in der Pubertät - aus verständlichen Gründen keine Zahnspange tragen.

Je nach notwendigem Behandlungsbeginn und Schwere der Zahnfehlstellung dauert eine kieferorthopädische Behandlung zwischen 3 und 5 Jahren. In jedem Fall sollte die Behandlung aber ca. ½ Jahr nach dem Durchbruch des letzten Zahnes, also ca. mit 12 bis 13 Jahren abgeschlossen sein.

Die Kosten richten sich nach der Behandlungsdauer und betragen bei Kindern zwischen € 3.000.,-- und € 5.000,--, bei Erwachsenen zwischen € 3.500,-- und € 5.500,--. Die verschiedenen Krankenkassen zahlen einen Zuschuss von € 380,-- (GKK) bis € 700,-- (Magistrat) pro Behandlungsjahr.